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Ziele & Struktur

Im Sinne eines IWRM ging es im Vorhaben insbesondere um die Überwindung rein sektorspezifischer Ansätze des Wassermanagements unter der systematischen Einbeziehung der betroffenen Gruppen sowie um eine zielgerichtete Bewusstseinsbildung. Dies soll langfristig zu einem integrierten, bedarfsorientierten Wasserbewirtschaftungsansatz führen, der bereits bestehende oder potenzielle Konflikte um Qualität und Quantität des Wassers (z.B. zwischen den Nachbarprovinzen oder den unterschiedlichen Nutzergruppen) verringert oder bestenfalls auflöst.

Im Zentrum des Projekts stand daher die Entwicklung des Wasserbewirtschaftungstools (WMT) als ein Instrument zur quantitativen Simulation der Wasserressourcen im Einzugsgebiet zur Beurteilung wasserwirtschaftlicher Entscheidungen. Dieses WMT soll zu einem Entscheidungsunterstützungssystem (DSS) weiterentwickelt werden.

Entscheidungen, die wasserwirtschaftlich sinnvoll sind und auch politisch bzw. gesellschaftlich akzeptiert werden können, benötigen eine solide wissenschaftliche Grundlage. Für das Zayandeh Rud Einzugsgebiet lagen jedoch zu Beginn der ersten Projektphase keine kohärenten Daten (z.B. zur Wasserentnahmemenge einzelner Sektoren) vor, die von den relevanten Stakeholdern verstanden und auch akzeptiert wurden, so dass Begründungen für bestimmte Entscheidungen immer anfechtbar blieben.

Es wurde daher eine Projektstruktur entwickelt (siehe Abbildung), die die einzelnen wassernutzenden Sektoren bzw. Stakeholder über Sektormodule (gelb) in die Entwicklung des Wasserbewirtschaftungstools mit einbezog. Wissenschaftliche Ergebnisse aus den Sektormodulen wurden dann über fünf Integrationsmodule (orange) zusammengefasst, visualisiert und prozessbegleitend in die Stakeholder-Diskussion eingebracht.

Durch die gezielte Einbettung erprobter Technologien und Managementmethoden in die spezifischen regionalen Bedingungen soll letztlich eine nachhaltige Entwicklung des Zayandeh Rud erreicht werden. Ein technischer Schwerpunkt war zum Beispiel, das gereinigte Abwasser der überlasteten Abwasserkläranlagen in Isfahan pilothaft mit moderner Membrantechnologie so weiter zu reinigen, dass die hygienischen Voraussetzungen für die landwirtschaftliche Wiederverwendung erfüllt werden. Außerdem sollten durch angepasste partizipative Methoden die Gründung von Organisationseinheiten angestoßen werden, die für die spätere dauerhafte Anwendung des WMT notwendig sind, etwa für die Sammlung von Daten und deren Harmonisierung oder für die Anwendung des DSS und die Entwicklung entsprechender Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen.

Projekt Schaubild